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Die Betriebsprüfungen, die im Jahr 2012 abgeschlossen wurden, haben zu Mehrsteuern und Zinsen von rund 19 Mrd. Euro geführt.

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Geprüft wurden dabei gewerbliche Unternehmen, Freiberufler, Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, außerdem Bauherrengemeinschaften, Verlustzuweisungsgesellschaften und sonstige Steuerpflichtige. Andere Steuermehreinnahmen wie aus Lohnsteueraußenprüfungen und Umsatzsteuer-Sonderprüfungen sind in dem Jahresergebnis nicht enthalten.

Die Zahl der erfassten Betriebe beläuft sich auf insgesamt rund 8,6 Millionen, wobei Kleinstbetriebe mit rund 6,4 Millionen den größten Teil darstellen. Als Grundlage für die Einordnung als Groß-, Mittel- oder Kleinbetrieb dienen die Abgrenzungsmerkmale des BMF-Schreibens vom 20. August 2009. Als Kleinstbetriebe gelten demnach Betriebe, die auch die Größenmerkmale eines Kleinbetriebs nicht erfüllen.

Die Zahl der abgeschlossenen Prüfungsfälle ist über die letzten vier Jahre hinweg, von 2009 bis 2012, sowohl bei den Mittelbetrieben (-5%) als auch bei den Klein- und Kleinstbetrieben (-9%) rückläufig. Einzig die Kategorie der Großbetriebe konnte hinsichtlich der Prüfungsfälle einen Anstieg verzeichnen (+6%). Insgesamt konnten in 2012 rund 196.000 Betriebsprüfungen zum Abschluss gebracht werden. Der Prüfungsturnus ist dabei für Großbetriebe weit kleiner als für Mittel-, Klein- und Kleinstbetriebe.

Obwohl die Großbetriebe mit rund 21% den geringsten Teil der Prüfungsfälle darstellen, entfällt mit etwa 82% der Löwenanteil an Mehrsteuern und Zinsen auf eben jene Gruppe (siehe Abbildung 1). Unter Berücksichtigung der Mehreinnahmen aus den Prüfungen von Bauherrengemeinschaften, Verlustzuweisungsgesellschaften und sonstigen Steuerpflichtigen reduziert sich der Anteil auf etwa 77%.

Aufteilung der Mehrsteuern und Zinsen nach Größenklasse

Eine Beschränkung der Prüfung auf diese Größenklasse kann aber aus Gründen der Gleichmäßigkeit der Besteuerung nicht zielführend sein, da die Betriebsprüfung über die Generierung von Mehreinnahmen hinaus vornehmlich eine präventive Wirkung entfalten soll.

Die Verteilung der Mehreinnahmen auf die einzelnen Steuerarten und Zinsen gestaltet sich wie in Abbildung 2 dargestellt:

	Verteilung der Mehreinnahmen nach Steuerarten und Zinsen

Die Ausführungen und Daten stammen aus dem Bericht des BMF zum Jahresergebnis der steuerlichen Betriebsprüfung für das Jahr 2012.